VERSICHERUNGSMANAGER.COM
IHRER SICHERHEIT ZULIEBE
    HOME SITEMAP KONTAKT IMPRESSUM HILFE  
 
  

Die Risikolebensversicherung

Der Wunsch, die eigene Familie versorgt zu wissen, sollte einem selbst etwas Schlimmes zustoßen, steht schon seitdem es Menschen gibt bei den meisten ganz vorne – von einigen kaltherzigen Egoisten mal abgesehen.
Hatte man dazu kein eigenes Vermögen angehäuft, sah es für diesen Wunsch oft schlecht aus. Zwar wurden die Hinterbliebenen oft von der (damals noch Groß-)Familie oder der jeweiligen Gemeinschaft unterstützt, aber der Anspruch darauf war höchstens moralisch begründet, aber nicht rechtlicher Natur. Dies änderte sich im Mittelalter langsam, als manche Zünfte zumindest eine Grundversorgung boten – wenn die Kasse es hergab. Weiterentwickelt wurde die Idee durch den Zusammenschluss kleinerer Gruppen (meist mit dem gleichen Beruf und in der Regel auch nicht ganz arm), die eigens zu diesem Zweck von ihren Mitgliedern Geld einsammelten und für den Fall der Fälle verwalteten und anlegten. Da jeder das gleiche einzahlte, gab es natürlich kleinere Ungerechtigkeiten, aber der Fortschritt der Absicherung überwog bei weitem.
Revolutioniert wurde das ganze im 18. und 19. durch die Weiterentwicklung der Statistik und die Entstehung der Versicherungsmathematik – und natürlich durch die Gründung der Versicherungen als solche. Nun entstanden erstmals Gesellschaften, in die, jedenfalls grundsätzlich, jeder einzahlen konnte, um seine Hinterbliebenen zu versorgen. Dabei richtete sich die Höhe seines Beitrags nach dem Risiko, dass dieser Fall bei ihm selbst eintreten würde.
Genauso funktioniert das System bei einer Risikolebensversicherung von heute immer noch, auch wenn sich die Datenbasis und die Methoden der Versicherungsmathematik natürlich weiterentwickelt haben.
Jetzt ist der Mensch aber etwas komisch und gibt nur ungern Geld aus, wenn er nicht ganz sicher ist, dafür auch etwas zurückzubekommen. So ist es jedenfalls bei Versicherungen – beim Lotto spielt dies merkwürdigerweise keine Rolle. So entstand die Lebensversicherung mit Sparanteil als Baustein der Altersvorsorge, wie wir sie heute kennen. Näheres zu dem Thema finden Sie hier.

Wenn es aber darum geht, die Familie mit einer vernünftigen Summe abzusichern oder als Unternehmer zu gewährleisten, dass der Betrieb weitergeführt werden kann, ist die reine Risikolebensversicherung die mit Abstand günstigste Variante.

Warum gibt es so große Preisunterschiede?

Wenn alle mit der gleichen Versicherungsmathematik rechnen, müsste eine Risikolebensversicherung ja eigentlich überall etwa gleich viel kosten – tut sie aber nicht. Warum?
Bei der Risikolebensversicherung werden in der Regel zwei Beiträge angegeben: die Brutto- und die Nettoprämie. Die Bruttoprämie ist der Betrag, den die Versicherung nach Berechnungen der Mathematiker eigentlich einnehmen müsste, um alle Risiken inklusive Naturkatastrophen, Seuchen usw. abzudecken. Nun bricht aber in Deutschland recht selten ein Vulkan aus, so dass die Erfahrung sagt, dass vorerst auch eine niedrigere Prämie ausreicht. Dies ist dann die Nettoprämie. In dieser Nettoprämie sind aber nicht nur Risikoüberschüsse, sondern auch Kostenüberschüsse, die entstehen, wenn die Gesellschaft kostengünstiger als kalkuliert arbeitet, enthalten. Diese spielen aber nur eine untergeordnete Rolle. Wesentlich größeren Einfluss haben die Überschüsse, die mit dem Kapital erzielt werden, das die Versicherung anlegt. Dass diese Überschüsse in den letzten Jahren sehr gering (oder bei einigen Gesellschaften auch fast gar nicht vorhanden) waren, haben viele durch die Reduzierung der Überschussbeteiligung in ihrer Kapitalbildenden Lebensversicherung schmerzhaft erfahren.
Auch bei einer reinen Risikoversicherung hat dies Folgen: Werden die oben genannten Überschüsse nicht wie kalkuliert erzielt, wird die Nettoprämie angehoben, den diese ist nie für die gesamte Vertraglaufzeit garantiert.
Die großen Preisunterschiede ergeben sich aus vielen Gründen: Zum einen kommt es darauf an, ob die genannten Überschüsse realistisch oder optimistisch eingerechnet werden. Dies gilt vor allem für die aus den Kapitalanlagen. Dann kommt es natürlich auf die Datenbasis der Versicherung an. Eine Versicherung, die einen Tarif schon lange anbietet oder überhaupt eine ältere Kundenstruktur hat, muss mit einer größeren Wahrscheinlichkeit rechnen, dass auch Leistungen fällig werden als eine Gesellschaft, die einen ganz neuen Tarif oder sehr junge Kunden hat.
Ebenso spielen die Verwaltungskosten und auch die Höhe einer möglichen Provision eine Rolle.

Kreatives Sparpotential

Dann gibt es noch ‚Gestaltungsspielraum’ für die Versicherung, der nicht so leicht zu entdecken ist. Am meisten kann sie sparen, wenn sie nicht zahlen muss. Daher seien Sie beim Ausfüllen des Antrags sehr gewissenhaft und geben vor allem bei den Gesundheitsfragen alles an, was im Fragezeitraum liegt. Wird dieser im Antrag nicht auf einen überschaubaren Zeitraum begrenzt, gehen Sie zu einer anderen Gesellschaft oder lassen sich beraten.
Auch die Quersubventionierung durch andere Versicherungssparten kann die Nettoprämie nach unten bringen, wenn dies gewünscht ist, um z.B. einen Tarif als „Türöffner“ am Markt zu etablieren.

Wenn Sie also zwei Vorschläge für eine Risikolebensversicherung vergleichen, achten Sie auf jeden Fall auch auf die Bruttoprämie in Verbindung mit der Solidität der Versicherung.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl einer geeigneten Gesellschaft. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

 

Was ist eine 'verbundene Lebensversicherung'?