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Die Kapitalbildende Lebensversicherung

Während die Risikolebensversicherung nur dann zahlt, wenn der Versicherungsfall eintritt, also, wenn die Versicherte Person stirbt, erfolgt bei der Kapitalbildenden Versicherung in jedem Fall eine Auszahlung. Die Frage ist nur, in welcher Höhe.

Dies hängt von mehreren Faktoren ab, daher müssen wir uns zunächst ansehen, wie eine solche Versicherung aufgebaut ist.
Auch bei einer Kapitalbildenden Versicherung ist immer eine Todesfallleistung enthalten. Dies hat auch zur Folge, dass der Vertrag mit dem Tod der Versicherten Person und der Auszahlung der Todesfallsumme oder, falls höher, des Guthabens endet – auch wenn der Vertrag vielleicht zur Altersvorsorge der ganzen Familie gedacht war. (Ausnahme: verbundene LV)
Ein Teil Ihres Beitrags wird verwendet, um genau dieses Todesfallrisiko abzudecken.
Natürlich muss Ihr Antrag bearbeitet werden, Sie bekommen regelmäßig Wertmitteilungen und vielleicht nehmen Sie auch mal eine Änderung vor. Ihr Vertrag muss also verwaltet werden und dafür wird ein weiterer Teil Ihres Beitrags verwendet. So lange diese Kosten im Rahmen bleiben ist dagegen auch nichts einzuwenden.
Der verbleibende Betrag ist der so genannte Sparanteil Ihres Beitrags. Dieser wird nun von der Versicherung für Sie am Kapitalmarkt angelegt. Dabei unterscheiden sich die Anlagestrategien der einzelnen Gesellschaften zwar teilweise durchaus, aber im Wesentlichen fließt das Geld vor allem in festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen oder in Immobilien. Als Beimischung kommen noch Aktien und in geringem Umfang auch ‚Alternative Investments’ wie Private Equity oder Hedgefonds zum Einsatz.

Was bekommen Sie nun raus?

Was in jedem Fall ausgezahlt wird, ist die garantierte Versicherungssumme. Die Gesellschaft ist verpflichtet, Ihnen auf den oben erwähnten Sparanteil eine Mindestverzinsung zu geben, die für die Laufzeit des Vertrages fest ist. Diese Verzinsung hat sich im Laufe der Zeit einige Male verändert, so dass dieser Mindestzins je nach Jahr des Vertragsschlusses unterschiedlich ist.
Zusätzlich werden Sie an den erwirtschafteten Überschüssen beteiligt. Überschüsse als Risikoüberschüsse ergeben sich dann, wenn weniger Menschen sterben als kalkuliert und somit weniger Leistungen erbracht werden mussten. Arbeitet die Versicherung effizienter, als bei der Berechnung angenommen, erhalten Sie zusätzlich Überschüsse aus den Verwaltungskosten.
Den bei weitem größten Posten machen aber die Überschüsse aus den Kapitalanlagen aus. 90% der Überschüsse, die die Versicherung mit dem Sparanteil Ihres Beitrags erzielt, muss Ihnen in irgendeiner Form zurückfließen. Dabei muss die Versicherung mit diesen Kapitalüberschüssen aber auch die Mindestverzinsung erwirtschaften. Und hier liegt für die ein oder andere Gesellschaft schon ein Problem: Die Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere liegen, je nach Art und Fälligkeit, derzeit teilweise zwischen 2 und 3% - der Mindestzins, je nach Abschlussjahr, aber bei über 4%. Wenn die Versicherung also aus anderen Anlageformen keine höheren Zinsen erzielt, bleiben ihr nur zwei Möglichkeiten: Zunächst wird da, wo es nötig ist, der Mindestzins durch das Auflösen Stiller Reserven erreicht. Je nachdem, wie groß das Polster der Gesellschaft ist, werden weitere Reserven aufgelöst, um wenigstens über die Mindestverzinsung hinaus einen kleinen Überschuss darzustellen, der aber, und dies ist die Möglichkeit 2, deutlich reduziert wird. Genau dies haben viele von Ihnen zu spüren bekommen, wenn sie sich die Entwicklung des zu erwartenden, aber nicht garantierten, Ablaufergebnisses Ihres Vertrages ansehen.

Daher muss auf jeden Fall die finanzielle Stärke der Gesellschaft berücksichtigt werden, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen solchen Vertag abzuschließen. Leider lassen hier die unterschiedlichsten Ratings, die am Markt zu finden sind, oft viele Fragen offen. Zudem muss vor der Auswahl einer Gesellschaft geprüft werden, im Rahmen welcher Schicht des Alterseinkünftegesetzes ein Vertrag für Sie am besten ist. Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen, helfen wir Ihnen gerne.


Welche Auswirkungen hat die Gesellschaftsform der Versicherung?

Was muss ich beachten, wenn ich den Vertrag kündigen möchte?

Was sind ‚Stille Reserven’?

Bei meiner Todesfallsumme steht etwas von 60% - warum so wenig?

Was ist eine 'verbundene Lebensversicherung'?