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Elementarversicherung: Schutz gegen Verwüstungen durch Naturkatastrophen

Elementarschäden und Elementarversicherung: Definition

Eine Elementarversicherung deckt die sogenannten Elementarschäden. Unter dem Begriff Elementarschäden sind laut der Definition Schäden zu verstehen, die durch das Wirken der „Elemente“ der Natur verursacht werden. Dazu gehören in erster Linie jene Schäden, die folgenden Naturereignisse hervorrufen können: Regen, Schneefall und Gewitter, Stürme und Hagel. Die Elementarschäden, die diese an sich „normale“ Naturereignisse nach sich ziehen können, sind: Überschwemmungen bei Hochwasser oder nach zu starken Regenfällen, Blitzschläge und Brände bei Gewittern, Schäden durch Stürme (zum Beispiel Hurrikans und Tornados) und Hagel, durch Schneelawinen, Schneedruck und Erdrutsche. Zu nennen sind darüber hinaus Schäden, die Steinschläge, Erdbeben und Vulkanausbrüche verursachen können.

 

Elementarschäden: der Schutz ist meist ausgeschlossen

Die Eigenheit der Elementarschäden sind nicht immer die Schäden selbst, sondern die Verursacher, eben die Naturgewalten. Die klassischen Versicherungen – wie zum Beispiel die Hausratversicherungen und die Wohngebäudeversicherungen – schützen vor alltäglichen Schäden wie Feuer- und Wasserschäden, allerdings nur, wenn diese keine Elementarschäden sind. Brennt ein Haus oder eine Wohnung beispielsweise durch Kurzschluss ab, werden die Schäden bei vorhandenen Versicherungsverträgen ersetzt.

 

Wird ein Brand allerdings durch einen Blitzschlag verursacht, besteht kein Schutz, zumal die Versicherer die Elementarschäden in der Regel immer ausdrücklich per Vertrag ausschließen. Genauso sieht es bei Wasserschäden aus. Ein durch Wasserrohrbruch verursachter Schaden wird durch die jeweilige Gebäudeversicherung ersetzt. Durch eine Waschmaschine verursachte Schäden in der eigenen Wohnung ersetzt die Hausratversicherung, Schäden in der Nachbarwohnung dagegen die Privathaftpflichtversicherung.

 

Elementarschäden: Besonderheiten und die Folgen daraus

Die eigentliche Besonderheit eines jeden Elementarschadens liegt vor allem darin, dass dieser in der Regel aus mehreren verschiedenen Schadensarten besteht. So können Stürme oder Überschwemmungen, Erdbeben oder Erdrutsche ganze Häuser samt Einrichtungen zerstören, Autos unter sich begraben und sogar Tiere und Menschen töten. Im Fachjargon wird von einem kumulierten Schadenereignis, das eben etliche einzelne Schäden umfasst, gesprochen.

 

Demnach sollte eine Elementarversicherung innerhalb der „klassischen“ Versicherungen (wie Hausratversicherung und Gebäudeversicherung) abgeschlossen werden, indem diese entsprechend um einzelne Elementarschäden ergänzt werden. Diesbezüglich richten sich die Versicherer nach den sogenannten Zonen der Versicherbarkeit. Bei besonders gefährdeten Gebieten führt dieses verständlicherweise zu höheren Selbstbeteiligungen und Versicherungsprämien.

 

In Deutschland haben zu wenige Elementarversicherungen

Bekanntlich basiert jedes Versicherungssystem auf dem Prinzip Gemeinschaft der Versicherten. Je mehr Versicherte in einen Topf einzahlen, umso günstiger ist der Schutz für den Einzelnen. Da es in Deutschland keine Pflicht gibt, eine Elementarversicherung zu haben, sind relativ wenige Haushalte dagegen geschützt. Zumal bestimmte Gebiete nur von Hochwasser, andere wiederum nur von Schneelawinen gefährdet sind, während es Gebiete gibt, in denen es zu solchen Elementarschäden so gut wie nie kommt.

 

Dabei gibt es hierzulande die sogenannte kombinierte oder auch erweiterte Elementarversicherung. Diese umfasst die Absicherung bestimmter Gefahren vor Elementarschäden. Leider können die dazu gehörenden einzelnen Gefahren nicht dem jeweiligen Bedarf entsprechend separat gewählt werden. So hat mancher Versicherungsnehmer einen Schutz, den er nie gebraucht hat und auch nie brauchen wird. Wie zum Beispiel vor einer Schneelawine auf einer der ostfriesischen Inseln.

 

Dem GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) zufolge hat rund ein Drittel aller Haushalte in Deutschland eine Elementarschadenversicherung im Jahr 2012 gehabt. Durch die jüngste Überschwemmungskatastrophe sei die Nachfrage jedoch zugenommen.