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Fondsgebundene Lebensversicherung

Wie bei der Kapitalbildenden Lebensversicherung gibt es auch bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung eine Todesfallsumme und der Vertrag endet, wenn die Versicherte Person stirbt.
Für die meisten ist dieser Vertrag aber ein Baustein der Altersvorsorge und der Todesfallschutz steht im Hintergrund. Daher sehen wir uns auch hier den Aufbau etwas genauer an:
Wenn Sie Ihren Vertrag mit regelmäßigen Raten besparen, liegt die Summe, die von der Versicherung im Todesfall von Vertragsbeginn an ausgezahlt wird, viele Jahre über dem, was Sie bisher eingezahlt haben. Dieses Risiko wird mathematisch kalkuliert und die Gesellschaft behält dafür von Ihren Beiträgen eine Risikoprämie ein. Auch die Verwaltung des Vertrages (regelmäßige Wertmitteilungen, Adressänderungen, Tarifänderungen) wird aus Ihrem eingezahlten Betrag beglichen. 
Der dann verbleibende Betrag ist der so genannte Sparanteil Ihres Beitrags. Im Gegensatz zur Kapitalbildenden Lebensversicherung wird dieses Geld nun nicht direkt von der Versicherung angelegt, sondern es fließt in die von Ihnen gewünschten Investmentfonds. Somit hängt auch das Ablaufergebnis, das Ihnen am Ende des Vertrages ausgezahlt wird, von der Wertentwicklung dieser Fonds ab. Wenn Aktienfonds gewählt haben, kann das Guthaben gerade während der Laufzeit auch heftig schwanken. Dies bietet Ihnen aber zum einen den Vorteil des ‚Cost-Average-Effekts’ (=> Link), zum anderen sind so auch höhere Renditen möglich, als eine Kapitalbildende Lebensversicherung erzielen kann. Sollten Ihnen diese Schwankungen dennoch unheimlich sein, nehmen Sie statt reiner Aktienfonds auch weniger stark schwankende Fonds dazu oder sehen Sie sich die ‚Britischen’ Gesellschaften etwas näher an.
Das Zusammenstellen eines kleinen Depots ist schon bei vielen Gesellschaften problematisch, da dort oft nur ein einziger Fonds bespart werden kann. Achten Sie daher beim Abschluss eines solchen Vertrages vor allem auch auf die Fondsauswahl und deren Kombinierbarkeit. Die Wahrscheinlichkeit, über eine Laufzeit von teilweise über 40 Jahren immer den besten Fonds zu erwischen, geht gegen 0. Also wählen Sie lieber eine gesunde Mischung, mit der Sie auch ruhig schlafen können. Die Fondsauswahl spielt daher eine noch größere Rolle, je näher die Auszahlung rückt. Schließlich werden Sie kaum bis zum letzten Tag in Aktien investiert bleiben wollen, da Sie dann vermutlich ein einziges Nervenbündel sind. Ihr Guthaben schon Jahre davor in einen Geldmarktfonds mit etwa Sparbuchzins umzuschichten, wird Ihnen aber auch kaum Freude machen. Daher sollte gerade zum Ende eine gute Auswahl an weniger volatilen (=schwankungsärmeren) Fonds zur Verfügung stehen, in die Ihr Guthaben nach und nach umgeschichtet wird. Und da hapert es bei vielen Gesellschaften.

Sollten sich übrigens aus der oben genannten Risikoprämie und dem Verwaltungskostenbeitrag Überschüsse ergeben ( es müssen weniger Todesfallsummen ausgezahlt werden als kalkuliert und die Gesellschaft arbeitet kostengünstiger als angenommen), werden diese Überschüsse in Form von Fondsanteilen Ihrem Depot zugeführt.

Lieber gleich einen reinen Sparplan ohne Versicherung?

Sie glauben bei Versicherungen nicht an irgendwelche Überschüsse, finden die Kosten dort eh zu hoch, brauchen als Single keinen Todesfallschutz und halten einen Sparplan für deutlich günstiger?
Das kommt darauf an. Wenn Sie immer Single bleiben und über den gesamten Zeitraum bis zum letzten Tag im gleichen Fonds investiert bleiben, haben Sie Recht.
Wenn Sie im Rahmen einer Fondsgebundenen Lebensversicherung in Fonds investieren und eine vernünftige Gesellschaft wählen, zahlen Sie keinen Ausgabeaufschlag. Natürlich gibt es auch bei vielen Direktbanken erhebliche Nachlässe. Diese sind aber nicht für die Zukunft garantiert und gelten auch nicht für jeden Fonds, z.B. gibt es enge Grenzen bei offenen Immobilienfonds, die sich, nimmt man die richtigen, gut für eine Umschichtung zum Ende der Laufzeit eignen.
Je nachdem, zu welchen Konditionen Sie im Rahmen Ihres Fondssparplans Umschichten können, haben Sie mit einer Fondsgebundenen Versicherung die höheren Kosten ganz schnell wieder drin.

Zwar sind Sie jetzt freiwillig (oder auch nicht ganz) Single, aber das kann sich erfahrungsgemäß schnell ändern. Oft spielt dann auch irgendwann der Nachwuchsgedanke eine Rolle oder Wunsch, den Partner für den schlimmsten Fall abzusichern, wenn man sich beispielsweise eine gemeinsame Immobilie gekauft hat. Bis dahin kann viel passiert sein, das verhindert, dass Sie noch eine Risikolebensversicherung abschließen können. Das müssen noch nicht einmal die ganz großen Katastrophen sein – ein zu hoher Blutdruck oder ein Magengeschwür kann da schon völlig ausreichen. In dem Fall ist man froh, wenn wenigstens ein kleiner Todsfallschutz zur Verfügung steht.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die steuerliche Behandlung. Da bei Neuabschlüssen einer Fondsgebundenen Lebensversicherung nach der 3.Schicht die Erträge (ganz oder zur Hälfte) versteuert werden müssen, ist ein reiner Aktienfondssparplan derzeit im Vorteil, da hier nur die Dividendenerträge versteuert werden müssen, die Kursgewinne aber steuerfrei sind, wenn die Anteile länger als ein Jahr gehalten werden.
Sieht man sich aber die Tendenzen in der Politik zur Nachgelagerten Besteuerung an (Riesterrente, Alterseinkünftegesetz), von den leeren Staatskassen mal ganz zu schweigen, stellt sich die Frage, wie lange noch…(Inzwischen haben sich diese Verdachtsmomente durch die Beratungen zur Einführung einer Abschlagsteuer auf Kursgewinne bestätigt...)

Bei meiner Todesfallsumme steht etwas von 60% - warum so wenig?