VERSICHERUNGSMANAGER.COM
IHRER SICHERHEIT ZULIEBE
    HOME SITEMAP KONTAKT IMPRESSUM HILFE  
 
  

Die erste Schicht:

Diese Schicht stellt die Basisversorgung dar. Daher finden sich hier zunächst die Rentenleistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung und anderen berufsständischen Versorgungswerken wieder (damit ist keine betriebliche Altersvorsorge, sondern z.B. die Knappschafen oder die Ärzteversorgung gemeint!).

Zusätzlich kann jeder einen privaten Basisrentenvertrag mit einer Gesellschaft (meist eine Versicherung) abschließen. Die Beiträge und die Rentenleistungen werden bei diesen Verträgen genauso behandelt, wie die zur gesetzlichen Rentenversicherung:

Steuerliche Behandlung während der Ansparphase

Für die Gesamtbeiträge zur ersten Schicht (gesetzl.RV + privater Vertrag) gibt es im Rahmen der Einkommensteuererklärung einen neuen Sonderausgabenabzug bis zur maximalen Höhe von 20.000 €. Dabei wird diese Summe erst 2025 erreicht. 2005 wird mit 60% dieses Betrages gestartet (also 12.000 €) und sie erhöht sich jedes Jahr um 2 Prozentpunkte (2006 also 62%). Bei der Berechnung des anzuerkennenden Sonderausgabenabzugs wird noch der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung abgezogen, da dieser steuerfrei gezahlt wird. Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Arbeitnehmer, allein stehend, Bruttoeinkommen knapp 31.000 € p.a.

Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzl. Rentenversicherung

3.000 €

Arbeitgeberbeitrag zur gesetzl. Rentenversicherung

3.000 €

Beitrag zu privater Basisrente

0 €

Beiträge 1.Schicht gesamt

6.000 €

Davon abzugsfähig in 2006: 62%

3.720 €

Abzüglich steuerfreier AG-Anteil

-3.000 €

Abzugsbetrag

720 €

 

Um diesen Betrag reduziert sich das zu versteuernde Einkommen

Nun das gleiche Beispiel bei Abschluss einer privaten Basisrente:

Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzl. Rentenversicherung

3.000 €

Arbeitgeberbeitrag zur gesetzl. Rentenversicherung

3.000 €

Beitrag zu privater Basisrente

1.200 €

Beiträge 1.Schicht gesamt

7.200 €

Davon abzugsfähig in 2006: 62%

4.464 €

Abzüglich steuerfreier AG-Anteil

-3.000 €

Abzugsbetrag

1.464 €


Um diesen Betrag reduziert sich das zu versteuernde Einkommen.

Steuerliche Behandlung in der Auszahlphase

Bei der Besteuerung der Rentenleistungen gelten die gleichen Regeln wie für die gesetzlichen Renten: Ab 2005 müssen 50% der Renten aus der ersten Schicht versteuert werden. Diese Zahl steigt bis 2020 pro Jahr um 2 Prozentpunkte (2006 also 52%) und dann um einen Prozentpunkt, so dass 2040 die gesamte Rente aus der ersten Schicht zu 100% versteuert werden muss.

Dabei wird der Steuersatz zum Zeitpunkt des Rentenbeginns konserviert, liegt also bei einem Renteneintritt in 2020 bei 80%. Zukünftige Rentensteigerungen werden nach dem dann gültigen Steuersatz besteuert. Darüber müssen Sie sich aber leider die wenigsten Gedanken machen…

Einschränkungen bei der privaten Basisrente

Da die private Basisrente der gesetzlichen Rente nachempfunden wurde, unterliegt sie auch deren Einschränkungen: Es ist keine Kapitalabfindung, sondern nur eine lebenslange Rentenzahlung möglich, die frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres beginnen kann. Außerdem ist sie weder vererblich, noch übertragbar, beleihbar oder veräußerbar. Das heißt grundsätzlich erst einmal, dass das eingezahlte Guthaben an die Versichertengemeinschaft fällt, wenn Sie aus dem Leben scheiden sollten.

Die Gesellschaften bemühen sich aber, diesen Nachteil durch spezielle Konstruktionen zu umgehen.

Fazit

Ob sich für Sie der Abschluss einer privaten Basisrente lohnt, hängt vor allem von Ihren Steuersätzen jetzt und nach Renteneintritt ab. Natürlich spielen auch die eben genannten Faktoren eine Rolle, so das geprüft werden muss, ob die Basisrente in die Geamtstrategie Ihrer Altersvorsoge passt. Wir helfen Ihnen gerne bei der Entscheidung - nehmen Sie Kontakt mit uns auf.